Global Digital Entrepreneurship Ecosystem Index offenbart deutliche Kluft zwischen digitaler Bereitschaft und Skalierungsfähigkeit
Neuer Global DEE Index zeigt, dass digitale Infrastruktur allein nicht länger der Motor für unternehmerischen Erfolg ist
WIEN, Jan. 15, 2026 (GLOBE NEWSWIRE) -- Das Vienna Institute for Global Studies (VIGS), ein unabhängiges interdisziplinäres Forschungsinstitut mit Sitz in Wien, hat den 2026 Global Digital Entrepreneurship Ecosystem Index Report veröffentlicht. Dieser bietet eine der bisher umfassendsten globalen Bewertungen zu den Auswirkungen der Digitalisierung auf unternehmerische und wirtschaftliche Ergebnisse in 170 Volkswirtschaften.
Die Ergebnisse deuten auf einen grundlegenden Wandel in der globalen Innovationslandschaft hin. Während sich die digitale Infrastruktur, die Konnektivität und die grundlegenden digitalen Kompetenzen weltweit rasch entwickelt haben, ist die Fähigkeit der Länder, diese Grundlagen in skalierbare unternehmerische Aktivitäten umzuwandeln, nach wie vor uneinheitlich. Dies führt zu einer immer größeren Kluft zwischen der digitalen Bereitschaft und den wirtschaftlichen Auswirkungen.

Der DEE Index, der den Zeitraum von 2017 bis 2022 abdeckt, misst das systemische Zusammenspiel von digitaler Infrastruktur, Plattformen, Institutionen und unternehmerischer Handlungsfähigkeit. Der Bericht zeigt: Obwohl sich die globalen digitalen Kapazitäten spürbar verbessert haben, hinken die Skalierung von Start-ups, der Zugang zu Risikokapital und die Kommerzialisierung von Innovationen weiter hinterher. Damit hat sich die unternehmerische Skalierung als der zentrale strukturelle Engpass der globalen digitalen Wirtschaft herauskristallisiert.
Volkswirtschaften mit hohem Einkommen wie die USA, Dänemark und Großbritannien führen das globale Ranking an. Sie profitieren von ausgewogenen Ökosystemen, die starke Institutionen, tiefe Kapitalmärkte und ausgereifte digitale Plattformen vereinen. Gleichzeitig verzeichneten mehrere aufstrebende Regionen –darunter Subsahara-Afrika und Zentralasien – das schnellste relative Wachstum, getragen von Basisinvestitionen in Konnektivität und digitale Kompetenzen.
„Wir stehen an einem Wendepunkt der globalen digitalen Wirtschaft“, erklärt Prof. Dr. Zoltán Ács, Direktor des Vienna Institute for Global Studies. „Der digitale Zugang ist nicht mehr die primäre Hürde. Die eigentliche Herausforderung besteht darin, Unternehmertum zu ermöglichen – insbesondere in den Bereichen Skalierung, Finanzierung und institutionelle Koordination –, um digitale Bereitschaft in echten wirtschaftlichen Mehrwert zu transformieren.“
Der Bericht ruft politische Entscheidungsträger, Investoren und Führungskräfte von Ökosystemen dazu auf, den Fokus von der Ausweitung des Zugangs hin zur Stärkung von Venture-Finanzierung, unternehmerischen Talenten und plattformbasierten Innovationsökosystemen zu verlagern. Ohne gezielte Maßnahmen dürfte sich die Kluft zwischen digitalem Potenzial und unternehmerischer Wirkung weiter vergrößern.
Der vollständige Digital Entrepreneurship Ecosystem Index – Global Report ist hier abrufbar.
Über das Vienna Institute for Global Studies (VIGS)
VIGS ist ein unabhängiges, interdisziplinäres Forschungsinstitut mit den Schwerpunkten unternehmerische Ökosysteme, internationale Beziehungen, Geopolitik und Wohlbefinden. VIGS liefert datengestützte Erkenntnisse zur Unterstützung evidenzbasierter Politik und strategischer Entscheidungsfindung weltweit.
Kontakt
Naomi Besedes
vigs@vigsinstitute.at
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